Souveräne KI, Copilot oder ChatGPT Enterprise: Was wählen europäische Unternehmen?
Für ein europäisches Unternehmen entscheidet nicht die Modellqualität, sondern die Rechtsprechung, in der deine Daten verarbeitet werden — und wenn Souveränität eine Vertragsbedingung ist, liefert amaiko liberté: ausschließlich Modelle von Mistral, jeder Token in der EU verarbeitet, der Assistent direkt in Microsoft Teams. Copilot und ChatGPT Enterprise sind exzellente Produkte auf US-Infrastruktur — eine andere Antwort auf eine andere Frage.
Was du aus diesem Artikel mitnimmst:
- Souveränität zerfällt in vier Ebenen — Rechtsprechung der Verarbeitung, Modellherkunft, Hosting, Vertragsrecht. Die meisten Tools scheitern an mindestens einer.
- Microsoft Copilot ist im europäischen Sinne nicht souverän: US-Infrastruktur, Anbieter unter dem CLOUD Act, für 30 $ pro Nutzer und Monat als Add-on zu einer E3- oder E5-Lizenz.
- ChatGPT Enterprise verarbeitet in den USA und veröffentlicht keine Preisliste: Budgetierung beginnt mit einem Vertriebsgespräch.
- Ein französisches Modell macht noch keinen souveränen Assistenten: Es fehlt die Integrations- und Gedächtnisschicht.
- amaiko ist ein deutsches Unternehmen, kein französisches — eigene Infrastruktur in Deutschland, ab 29,91 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung.
Was ist eine souveräne KI, ganz konkret?
„Souveräne KI” ist zum Marketing-Slogan geworden. Vier Fragen machen ihn überprüfbar:
- Wo findet die Verarbeitung statt? Nicht wo Daten ruhend gespeichert sind — wo Tokens tatsächlich berechnet werden. Die Frage, die die meisten Produktblätter umgehen.
- Woher stammen die Modelle? Ein US-Modell, das aus einem europäischen Rechenzentrum bedient wird, bleibt den Bedingungen seines Anbieters unterworfen.
- Wer betreibt das Hosting? Ein Anbieter, der Kapazität bei einem US-Hyperscaler mietet, erbt dessen Rechtsregime.
- Welches Recht gilt für den Vertrag? Ein Vertrag nach europäischem Recht mit einem europäischen Anbieter lässt sich nicht auf dieselbe Weise durch eine extraterritoriale Anordnung erreichen.
Die KI-Verordnung (EU) 2024/1689 fügt Dokumentations- und Governance-Pflichten hinzu, löst aber die Rechtsprechungsfrage nicht. Die bleibt eine Architekturentscheidung.
Ist Microsoft Copilot eine souveräne KI?
Nein — das ist kein Vorwurf, nur nicht das, was es ist. Copilot läuft auf Microsoft-Infrastruktur, einem US-Unternehmen unter dem CLOUD Act, der es einer US-Behörde erlaubt, Daten eines US-Anbieters einzufordern, unabhängig davon, wo sie physisch liegen. Die Zusagen zur europäischen Verarbeitung wurden gestärkt, aber der Anbieter wechselt dadurch nicht die Rechtsprechung.
Auch die Kosten zählen: Copilot kostet 30 $ pro Nutzer und Monat zusätzlich zu einer E3- oder E5-Lizenz — oft über 50 € pro Arbeitsplatz. Und das Tool bleibt reaktiv: Es antwortet auf Anfrage und startet in der nächsten Sitzung wieder bei null, dazu mehr in warum Copilot den Kontext vergisst.
Und ChatGPT Enterprise?
Gleiches Problem, weniger Preistransparenz: Verarbeitung auf US-Infrastruktur, Anbieter nach US-Recht, keine öffentliche Preisliste. Das Budget wird verhandelt, bevor es sich überhaupt kalkulieren lässt.
Das funktionale Hindernis wiegt schwerer: ChatGPT lebt in einer separaten App. Es kennt weder deinen Microsoft-365-Tenant noch dein CRM noch dein HR-System — ein exzellentes Modell, das dein Unternehmen nicht kennt. Details auf der Seite Alternativen zu ChatGPT Enterprise.
Reicht ein französisches Modell für eine souveräne KI?
Das ist die häufigste Verwechslung. Mistral ist ein französisches Unternehmen mit exzellenten Modellen — wir setzen sie ein. Aber ein Modell ist kein Assistent.
Ein Modell beantwortet einen Prompt. Ein Unternehmensassistent muss wissen, wer du bist, was letzte Woche entschieden wurde und wo Dokumente liegen. Diese Schicht — Integration, Berechtigungen, dauerhaftes Gedächtnis — schafft den Wert, und das Modell liefert sie nicht. Ein souveränes Modell ohne Orchestrierungsschicht löst die Rechtsfrage und lässt das Nutzungsproblem ungelöst.
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Wo steht amaiko?
Seien wir präzise, denn die Suchanfrage, die oft hierherführt, lautet „französische souveräne KI”: amaiko ist ein deutsches Unternehmen, kein französisches. Wir beanspruchen keine französische Souveränität. Was wir bieten, ist europäische Souveränität, überprüfbar auf allen vier Ebenen:
- Verarbeitung in der EU. amaiko betreibt eigene Infrastruktur in Deutschland. Die Daten liegen nicht in der Microsoft-Cloud — das ist eine getrennte, von uns betriebene Infrastruktur.
- Modellherkunft. amaiko liberté nutzt ausschließlich Modelle von Mistral, jeder Token in der EU verarbeitet. Souveränität ist eine dauerhafte Entscheidung, kein Häkchen.
- Anwendbares Recht. Deutscher Anbieter, Vertrag nach europäischem Recht.
- Konformität. amaiko ist DSGVO-konform, an ISO 42001 ausgerichtet — Details auf der Sicherheitsseite.
| Kriterium | amaiko liberté | Microsoft 365 Copilot | ChatGPT Enterprise |
|---|---|---|---|
| Rechtsprechung der Verarbeitung | EU | Microsoft-Infrastruktur, US-Anbieter | US-Infrastruktur |
| Modellherkunft | Nur Mistral | OpenAI via Microsoft | OpenAI |
| Hosting | Eigene Infrastruktur in Deutschland | Microsoft-Cloud | Cloud des Anbieters |
| Unternehmensgedächtnis | Dauerhaft | Pro Sitzung | Pro Sitzung |
| Nativ in Microsoft Teams | Ja | Ja | Nein, separate App |
| Preis | 44,87 €/Nutzer/Monat | 30 $/Nutzer/Monat + E3/E5-Lizenz | Auf Anfrage, nicht veröffentlicht |
Wie wählst du?
Drei Fälle decken die meisten Entscheidungen ab:
- Souveränität ist eine Vertragsbedingung — öffentlicher Sektor, Gesundheitswesen, Verteidigung, sensible Daten: Nimm amaiko liberté. Das ist der einzige Fall, in dem sich der Aufpreis zum Standardangebot von selbst rechtfertigt.
- DSGVO reicht, ohne Anforderung an die Modellherkunft: Das amaiko-Standardangebot ab 29,91 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung behält das deutsche Hosting und bringt zusätzlich Bild- und Videogenerierung.
- Du bist voll auf den Microsoft-Stack festgelegt und Rechtsprechung steht nicht im Lastenheft: Copilot ist konsequent. Prüfe, ob das sitzungsbasierte Gedächtnis und die Blindheit gegenüber deinen Nicht-Microsoft-Systemen blinde Flecken sind — dazu mehr in Copilot gegen einen echten Assistenten.
Souveränität sollte nicht mit Funktionen bezahlt werden. Wenn dein Assistent konform ist, ihn aber niemand nutzt, hast du eine Compliance-Zeile gekauft, kein Werkzeug.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist eine souveräne KI, ganz konkret?
Eine KI, deren Verarbeitung in einer bestimmten Rechtsprechung stattfindet, deren Modelle von Anbietern aus dieser Rechtsprechung stammen, deren Hosting unter diesem Recht betrieben wird und deren Vertrag diesem Recht unterliegt. Alle vier Ebenen müssen zusammenpassen: Ein europäisches Modell, das von US-Infrastruktur bedient wird, ist nicht souverän — und europäisches Hosting, das ein US-Modell ausführt, ebenso wenig.
Ist Microsoft Copilot eine souveräne KI?
Nein. Copilot läuft auf Microsoft-Infrastruktur, und sein Anbieter ist ein US-Unternehmen unter dem CLOUD Act, der es einer US-Behörde erlaubt, Daten eines US-Anbieters unabhängig von deren physischem Standort einzufordern. Die Zusagen zur europäischen Verarbeitung verringern das Risiko, ändern aber nicht die Rechtsprechung des Anbieters.
Ist ChatGPT Enterprise für ein DSGVO-pflichtiges europäisches Unternehmen geeignet?
Es lässt sich vertraglich konform gestalten, aber die Verarbeitung bleibt auf US-Infrastruktur, und es gibt keine veröffentlichte Preisliste. Das praktische Hindernis ist funktional: ChatGPT lebt in einer separaten App und hat weder Zugriff auf deinen Microsoft-365-Tenant noch auf dein CRM oder HR-System.
Ist amaiko eine französische KI?
Nein. amaiko ist ein deutsches Unternehmen, entwickelt und gehostet in Deutschland. Wir beanspruchen keine französische Souveränität. amaiko liberté nutzt ausschließlich Modelle von Mistral — einem französischen Unternehmen —, wobei jeder Token in der EU verarbeitet wird, was eine europäische, keine nationale Souveränitätsanforderung erfüllt.
Was unterscheidet amaiko von amaiko liberté?
amaiko liberté (44,87 €/Nutzer/Monat) nutzt ausschließlich Modelle von Mistral, jeder Token in der EU verarbeitet, für Organisationen mit strengen Datenanforderungen. Das amaiko-Standardangebot (29,91 €/Nutzer/Monat bei jährlicher Abrechnung) behält das deutsche Hosting und ergänzt Bild- und Videogenerierung. Beide sind nativ in Microsoft Teams.
Muss ein neues Tool bei den Mitarbeitenden eingeführt werden?
Nein. amaiko läuft in Microsoft Teams und Outlook, dort wo bereits gearbeitet wird. Es gibt keine separate App, kein neues Portal, keine vorherige Schulung — das erklärt die 57 % kürzere Einarbeitungszeit neuer Mitarbeitender und die 35 % weniger Suchaufwand, gemessen im Produktivbetrieb.
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