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KI-Assistent in Teams: Was ein KMU in Frankreich prüfen muss

Von amaiko 5 Min. Lesezeit
Redaktionelle Illustration: links lösen sich violette Papierboote im Regen auf, rechts fährt ein limettengrünes Boot aus versiegelten Aktenordnern ruhig über denselben Fluss

Ein französisches KMU kann amaiko in Microsoft Teams DSGVO-konform einsetzen, wenn der Auftragsverarbeitungsvertrag vor dem ersten Test unterschrieben ist. Ab 50 Beschäftigten muss zusätzlich der CSE angehört werden, bevor das Werkzeug bei den Teams ankommt, und ein Gericht hat einen Pilot bereits als Einführung gewertet. Der CSE (comité social et économique) ist die französische Arbeitnehmervertretung, vergleichbar dem Betriebsrat.

Wo stehen französische KMU beim Thema KI?

2025 geben 18 % der Unternehmen in Frankreich mit 10 oder mehr Beschäftigten an, mindestens eine KI-Technologie zu nutzen, 2023 waren es 6 %. So steht es in der Insee Première Nr. 2120, die das französische Statistikamt im Juli 2026 veröffentlicht hat. Bei 10 bis 49 Beschäftigten sinkt die Quote auf 15 %, ab 250 Beschäftigten erreicht sie 58 %.

Für die meisten KMU steht der erste Rollout also noch aus. France Num veröffentlicht, erarbeitet mit dem Mittelstandsverband CPME und der CNIL, der französischen Datenschutzbehörde, vier Praxisblätter zum Einsatz generativer KI in Klein- und Mittelbetrieben, von der Auswahl einer Lösung bis zu den Vorsichtsmaßnahmen im Alltag. Schon im Juli 2024 empfahl die CNIL, von einem konkreten Bedarf auszugehen und die Nutzer zu schulen, bevor irgendetwas ausgerollt wird. Das sind aus meiner Sicht die zwei nützlichsten Ratschläge.

Was verlangt die DSGVO, bevor du den Assistenten aktivierst?

Der Anbieter eines KI-Assistenten verarbeitet personenbezogene Daten in deinem Auftrag und ist damit Auftragsverarbeiter im Sinne von Artikel 28 DSGVO. Absatz 3 legt den Mindestinhalt des Vertrags fest. Unterschreib ihn vor dem ersten Test mit echten Daten.

Der zweite Punkt ist das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Artikel 30 Absatz 5 befreit Einrichtungen mit weniger als 250 Beschäftigten, außer die Verarbeitung birgt ein Risiko für die Rechte der Betroffenen, erfolgt nicht nur gelegentlich oder betrifft sensible Daten. Ein Assistent, der jeden Tag in Teams läuft, ist alles andere als gelegentlich. Trag ihn ins Verzeichnis ein, auch mit 20 Beschäftigten.

Bleibt die Information der Beschäftigten, die an keine Schwelle gebunden ist. Der Code du travail ist das französische Arbeitsgesetzbuch, und sein Artikel L1222-4 ist kurz und kennt keine Ausnahme: « Aucune information concernant personnellement un salarié ne peut être collectée par un dispositif qui n’a pas été porté préalablement à sa connaissance. » (Keine persönliche Information über Beschäftigte darf mit einem Verfahren erhoben werden, das ihnen nicht vorher bekannt gemacht wurde.) Eine einseitige interne Mitteilung vor dem Start erledigt das.

Dürfen die Daten in Deutschland gehostet werden?

Ja. Deutschland gehört zur Union, und Kapitel V der DSGVO, das Übermittlungen regelt, zielt auf Drittländer. Ein Hosting in Deutschland braucht deshalb weder Standardvertragsklauseln noch einen Angemessenheitsbeschluss.

Laut der Sicherheitsseite speichert amaiko die Daten auf eigener Infrastruktur in Deutschland, getrennt von den Servern von Microsoft, und die KI-Verarbeitung läuft in der EU. Die Daten verlassen die EU nur, wenn du das ausdrücklich buchst. Wie sich andere Hosting-Modelle davon abheben, zeigt Welche KI-Assistenten hosten wirklich in Deutschland?

Für Teams, die jede Option außerhalb der EU ausschließen wollen, macht amaiko liberté die Souveränität zur festen Entscheidung. Die beiden Editionen im Vergleich:

Kriteriumamaikoamaiko liberté
KI-ModelleGPT-6, in der EU gehostetausschließlich Mistral
KI-Verarbeitungin der EU, außerhalb nur auf ausdrückliche Buchungjedes Token in der EU
Bildgenerierungenthaltennicht verfügbar
Sprachmoduseine Stimme in fünf Spracheneuropäischer Anbieter
Jahrespreis, 5 bis 199 Plätze499 € pro Nutzer499 € pro Nutzer

Wann muss der CSE angehört werden?

Artikel L2312-8 verpflichtet dazu, den CSE bei « l’introduction de nouvelles technologies » (der Einführung neuer Technologien) zu informieren und anzuhören. Er steht im Abschnitt des Code du travail für Unternehmen mit mindestens fünfzig Beschäftigten. Unterhalb dieser Schwelle gilt weiterhin der oben zitierte Artikel L1222-4.

Gerichte haben KI bereits als neue Technologie eingestuft. Am 2. September 2025 hat das tribunal judiciaire Paris, das ordentliche Gericht erster Instanz (Nr. 25/53278), ein Werkzeug gestoppt, das ohne Anhörung bei 800 Beschäftigten eingeführt worden war. Die Begründung lautete, « il est manifeste qu’une technologie faisant appel à l’IA est une technologie nouvelle » (es ist offensichtlich, dass eine Technologie mit KI eine neue Technologie ist) (Analyse Lefebvre Dalloz). In Nanterre hatte das Gericht schon am 14. Februar 2025 (Nr. 24/01457) entschieden, dass eine seit Monaten laufende Pilotphase, in der Beschäftigte die Werkzeuge schon nutzten, kein Experiment mehr war, sondern eine erste Einführung (Analyse Lamy Liaisons). Es setzte den Rollout bis zum Ende der Anhörung aus.

Für ein KMU mit 60 Leuten hat das eine handfeste Folge. Hör den CSE an, bevor du den Pilot für das erste Team öffnest, auch wenn der Test nur fünf Personen betrifft.

Wie startest du einen Pilot ohne Fehltritt?

Der Test von amaiko dauert 14 Tage und umfasst bis zu 5 Nutzer. Du meldest dich mit deinem geschäftlichen Microsoft-365-Konto oder deiner Firmen-E-Mail an und hinterlegst ein Zahlungsmittel. Während des Tests wird nichts abgebucht, und wer vor dem Ende kündigt, zahlt nichts. Für den Zugriff auf E-Mail, Kalender und Dateien in Microsoft 365 braucht es einmal die Zustimmung deines Administrators, so steht es in den FAQ der Preisseite.

Für die Mitteilung an die Beschäftigten hältst du dich an die tatsächliche Arbeitsweise des Werkzeugs. amaiko arbeitet mit den Microsoft-365-Rechten des jeweiligen Nutzers und sieht nur, was diese Person sehen darf. Das Wissen, das amaiko sich merkt, ist persönlich, mit einem Team geteilt oder für das ganze Unternehmen freigegeben, und die Teamzugehörigkeit wird bei jedem Zugriff geprüft. Jeder Nutzer kann Gemerktes von amaiko korrigieren oder entfernen lassen, damit amaiko es nicht mehr verwendet. Wie dieses Gedächtnis funktioniert, beschreibt Welcher KI-Assistent für Microsoft Teams hat ein Unternehmensgedächtnis?

Nach dem Test kostet amaiko bei jährlicher Abrechnung 499 € pro Nutzer und Jahr, also 41,58 € im Monat, oder 49,90 € pro Nutzer und Monat bei monatlicher Abrechnung. Ab 200 Plätzen sinkt der Preis auf 399 € im Jahr (33,25 € im Monat) oder 39,90 € im Monat. amaiko lässt sich ab 5 Plätzen buchen, im Jahresabo sind zwei Monate gratis. Für 10 Nutzer liegt die Jahresrechnung bei 4.990 €.

Der ROI-Rechner zeigt dir in zwei Minuten, was das für dein Team bedeutet. Wenn du Vertrag, Verzeichnis und die Unterlage für den CSE lieber mit jemandem durchgehst, der das schon gemacht hat, buche eine Demo.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Darf ein KMU einen KI-Assistenten nutzen, der in Deutschland hostet?

Ja. Deutschland gehört zur Europäischen Union, die Regeln aus Kapitel V der DSGVO zu Übermittlungen in Drittländer greifen also nicht. Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 bleibt Pflicht.

Gehört der KI-Assistent ins Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten?

In der Praxis ja. Artikel 30 Absatz 5 DSGVO befreit Einrichtungen mit weniger als 250 Beschäftigten nur, wenn die Verarbeitung gelegentlich erfolgt, kein Risiko für die Betroffenen birgt und keine sensiblen Daten betrifft. Ein Assistent, den das Team täglich nutzt, ist nicht gelegentlich.

Muss der CSE vor einem Pilotprojekt angehört werden?

Ab 50 Beschäftigten ist das der sichere Weg. Das tribunal judiciaire von Nanterre hat am 14. Februar 2025 entschieden, dass eine seit Monaten laufende Pilotphase, in der Beschäftigte die Werkzeuge schon nutzten, als erste Einführung zählt, und den Rollout bis zum Abschluss der Anhörung ausgesetzt.

Was müssen die Beschäftigten vor dem Start erfahren?

Artikel L1222-4 des Code du travail verbietet, persönliche Informationen über Beschäftigte mit einem Verfahren zu erheben, das ihnen vorher nicht bekannt gemacht wurde. Erkläre deshalb, auf welche Daten amaiko mit den Microsoft-365-Rechten des jeweiligen Nutzers zugreift.

Was unterscheidet amaiko von amaiko liberté?

amaiko liberté nutzt ausschließlich Modelle von Mistral und verarbeitet jedes Token dauerhaft in der EU. Sie kostet dasselbe wie amaiko; Bildgenerierung gibt es nicht.

Was kostet amaiko für ein KMU?

499 € pro Nutzer und Jahr, also 41,58 € im Monat, oder 49,90 € bei monatlicher Abrechnung, ab 5 Plätzen.

Kann man amaiko vor dem Vertragsabschluss testen?

Ja, 14 Tage lang mit bis zu 5 Nutzern. Du meldest dich mit deinem geschäftlichen Microsoft-365-Konto oder deiner Firmen-E-Mail an und hinterlegst ein Zahlungsmittel, abgebucht wird während des Tests nichts.

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